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Fürchterliche Aussichten: Der Kampf gegen das Artensterben scheint verloren |

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Wieviele Tier- und Pflanzenarten überleben dieses Jahrhundert? Die Antwort von Wissenschaftlern auf diese Frage ist wenig hoffnungserweckend: "Nicht allzu viele." Botanik-Professor Peter Raven von der Washington University in St. Louis stellt eine tiefe Ignoranz der Menschheit gegenüber Tieren und Pflanzen fest: Menschen sind nicht in der Lage, ihren Lebensraum mit anderen Lebewesen zu teilen. Besonders die Bewohner der entwickelten Länder verursachen die Verarmung der Artenvielfalt. Nur 15 % der ca. 10 Millionen Tier- und Pflanzenarten sind überhaupt bekannt. Allein bei den Arten im tropischen Regenwald wird geschätzt, dass bisher bloß eine von 20 Arten entdeckt worden ist. Viele Lebewesen werden bereits ausgestorben sein, bevor sie überhaupt erfasst und dokumentiert wurden. Selbst sehr bekannte Tiere wie z. B. Löwen sind bereits vom Aussterben bedroht. David MacDonald von der Universität Oxfort schätzt ihre Anzahl am Ende des 21. Jahrhunderts auf 20.000 in Afrika. Erschreckend, aber nicht unwahrscheinlich! Zur Zeit sind 11.167 Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Diese Zahl wäre ca. 1.000 bis 10.000 Mal niedriger, wenn Menschen nicht in den Kreislauf der Natur eingreifen würden: Die meisten Arten sind durch Jagd, Beengung des Lebensraumes, Anwendung von Insektenvernichtungsmitteln und Überfischung bedroht. Die von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) erstellte "Rote Liste" besagt, dass allein während der letzten 500 Jahre 811 Arten ausgestorben sind bzw. nur noch in zoologischen/botanischen Gärten leben. Insgesamt sind etwa 94 Papageienarten bedroht, mehr als von jeder anderen Vogel-Spezies. Der Grund für ihr Aussterben ist insbesondere der legale und illegale Fang für den Heimtierhandel. Wild lebende Spixaras sind z. B. mit großer Wahrscheinlichkeit bereits ausgestorben, es existieren nur noch wenige Exemplare in Gefangenschaft. Quelle: T-Online/IUCN |